13.11.05
Hatz auf die Ratz
Was war das ein Schreck am frühen Morgen! Das ganze passierte ja schon am vergangenen Montag. Wie immer leerte ich morgens die Kompostschüssel und warf den Kaffefilter mit Salatblättern und diversem Gemüsegrün in den geschlossenen Kompostbehälter, als es von der rechten in die linke Ecke flitzte. Der Schatten hatte ein Körpergewicht von mindestens 300 Gramm und war braun mit langem Schwanz.
In den letzten Monaten habe ich schon immer ein Mäuslein gesehen, das sich wohl in dem warmen Kompost häuslich eingerichtet hatte. Damit konnte ich mich ja arrangieren, aber mit der um 20 mal größeren Ausgabe- Nein.
Noch am gleichen Tag bin ich losgezogen und habe Giftweizen gekauft, der auch in den kommenden Nächten gerne verzehrt wurde. Wo eine Ratz gesehen wird, da sind mindestens zehn Kumpel in der Nähe, also war Handlungsbedarf angesagt. Gestern konnten wir ein Exemplar träge im Kompost wegschleichen sehen, wahrscheinlich war das Tier dem Ende nahe. Das Gift im Kompost wird nun nicht mehr angerührt, aber ein mit Giftgetreide umklebter Ring, den Hugo unter unserem Wasserfass angebracht hat, der ist bereits zu einem Drittel weggefressen.
Ein Rattenpäarchen kann es im Jahr, wenn alles optimal läuft, auf bis zu 1000 Nachkommen bringen trotz der relativ kurzen Lebenserwartung von nur sechs bis zwölf Monaten. Bereits mit acht Wochen ist eine Ratte geschlechtsreif. Bei einer Tragezeit von zwanzig bis dreiundzwanzig Tagen und Wurfgrößen von sieben bis zehn Jungratten errechnet sich diese Zahl. Weibliche Ratten werden bereits wenige Tage nach dem Werfen wieder begattet. Der Brunstabstand beträgt nur vier bis sechs Tage. Sie werden bereits in der Säugezeit trächtig.
Nach diesem Exkurs in die Rattenbiologie noch ein paar Worte zur Tierliebe. Ich habe während meiner Studienzeit zwei Ratten als Haustiere gehalten. Für Teenager gibt es kein besser geeignetes Haustier als eine Ratte. Die Kerlchen sind gelehrig, zutraulich und personenbezogen. Aber außerhalb des Hauses in der freien Natur lebend sind sie Überträger von vielen Krankheiten für Menschen und Tiere. Die Palette reicht von Dysenterie bis Botulismus. Der materielle Schaden, den die Nager anrichten kann groß sein. So verzehrt eine Ratte 7 kg Getreide pro Jahr und hinterlässt in der Million Köttel, die sie produziert unzählige Keime wie z. B. auch Salmonellen.
Es gibt Köderkästen, die verhindern, dass Igel, Marder und unser Hund an das Gift gelangen. Neben der Bekämpfung bleibt uns zunächst nur, auf unseren Kompost zu verzichten, damit wir das Nahrungsangebot in unmittelbarer Nähe zu unserer Haustür verringern.
In den letzten Monaten habe ich schon immer ein Mäuslein gesehen, das sich wohl in dem warmen Kompost häuslich eingerichtet hatte. Damit konnte ich mich ja arrangieren, aber mit der um 20 mal größeren Ausgabe- Nein.
Noch am gleichen Tag bin ich losgezogen und habe Giftweizen gekauft, der auch in den kommenden Nächten gerne verzehrt wurde. Wo eine Ratz gesehen wird, da sind mindestens zehn Kumpel in der Nähe, also war Handlungsbedarf angesagt. Gestern konnten wir ein Exemplar träge im Kompost wegschleichen sehen, wahrscheinlich war das Tier dem Ende nahe. Das Gift im Kompost wird nun nicht mehr angerührt, aber ein mit Giftgetreide umklebter Ring, den Hugo unter unserem Wasserfass angebracht hat, der ist bereits zu einem Drittel weggefressen.
Ein Rattenpäarchen kann es im Jahr, wenn alles optimal läuft, auf bis zu 1000 Nachkommen bringen trotz der relativ kurzen Lebenserwartung von nur sechs bis zwölf Monaten. Bereits mit acht Wochen ist eine Ratte geschlechtsreif. Bei einer Tragezeit von zwanzig bis dreiundzwanzig Tagen und Wurfgrößen von sieben bis zehn Jungratten errechnet sich diese Zahl. Weibliche Ratten werden bereits wenige Tage nach dem Werfen wieder begattet. Der Brunstabstand beträgt nur vier bis sechs Tage. Sie werden bereits in der Säugezeit trächtig.
Nach diesem Exkurs in die Rattenbiologie noch ein paar Worte zur Tierliebe. Ich habe während meiner Studienzeit zwei Ratten als Haustiere gehalten. Für Teenager gibt es kein besser geeignetes Haustier als eine Ratte. Die Kerlchen sind gelehrig, zutraulich und personenbezogen. Aber außerhalb des Hauses in der freien Natur lebend sind sie Überträger von vielen Krankheiten für Menschen und Tiere. Die Palette reicht von Dysenterie bis Botulismus. Der materielle Schaden, den die Nager anrichten kann groß sein. So verzehrt eine Ratte 7 kg Getreide pro Jahr und hinterlässt in der Million Köttel, die sie produziert unzählige Keime wie z. B. auch Salmonellen.
Es gibt Köderkästen, die verhindern, dass Igel, Marder und unser Hund an das Gift gelangen. Neben der Bekämpfung bleibt uns zunächst nur, auf unseren Kompost zu verzichten, damit wir das Nahrungsangebot in unmittelbarer Nähe zu unserer Haustür verringern.
Comments:
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Katzen sind sehr gut zur Rattenbekämpfung geeignet. Nicht, dass sie besondere Rattenjäger sein müssen, offenbar reicht die Anwesenheit, um den Ratten den Aufenthalt in der Nähe des Hauses zu verleiden.
Und völlig ökologisch korrekt :)
Und völlig ökologisch korrekt :)
Euer Hund scheint doch sonst alles zu fressen... Aber ich nehme es ihr nicht uebel, haette ich mich auch von fern gehalten!
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